Konstruktion: Kollektiva:N(N-werk)
Diese Konstruktion ist Teil der Konstruktionsfamilie Derivation:N(N_Suffix)
Die Konstruktion wird in der Literatur bzw. in Grammatiken auch thematisiert unter:
Konstruktionstyp:
Morphologische Konstruktion
Morphologische Konstruktion: Wortbildung
Struktur/Form der Konstruktion:
N-werk
Die Konstruktion (Kxn) Kollektiva:N(N-werk) ist Teil der Form-Familie Derivation:N(N_Suffix) und stellt ein gängiges Wortbildungsmuster im Deutschen dar, bei dem ein Substantiv durch das Suffix -werk modifiziert und ein neues Substantiv gebildet wird (vgl. Fleischer/Barz 2012: 230). Die Bedeutung der Kxn kann als 'eine Menge von X' aufgefasst werden. Somit bezeichnet die Kxn keine einzelne Entität, sondern eine Gesamtheit der durch das Basissubstantiv benannten Entitäten (vgl. ebd.: 230 und Motsch 1999: 417).
Die obligatorischen Bestandteile der Kxn sind das lexikalisch feste Kern-Konstruktionselement (KE-lex) -werkKE-lex:werk und das interne Kern-Konstruktionselement (Kern-KE) KE:BasisBasis.
Morphosyntaktische Komplexität & Kategorie
| komplexes WortDerivation |
| Schematizität | Idiomatizität | Beschränkungen |
|---|---|---|
| 0.5 | unidiomatisch | ja (formseitig) |
Konstruktionselemente (KE) Kern Konstruktionselemente mit lexikalisch festen Instanzen (KE-lex)
| werk |
Bei dem KE-lex -werkKE-lex:werk handelt es sich um ein Suffix, das an eine substantivische KE:BasisBasis angehängt wird und das grammatische Geschlecht des Derivats (Neutrum) bestimmt, z.B. die Mauer – das Mauerwerk, der Schuh – das Schuhwerk. Evoziert die folgenden Frames: Beispiel: Eine gut erhaltene Hanggruft von 1882 findet sich am Unteren Kapellenweg.
Rechts daneben steht hinter { verdeckt noch eine zum Teil schon eingestürzte Kapelle .
Der als Schmiede bezeichnete am Kapellenweg zum Kreuzweg stehende Geschirr- und Arbeitsschuppen für die Totengräber wurde 1863 nach Entwürfen des Hofbaurates Theodor Krüger errichtet.
KE:BasisStrauch werkKE-lex:werk Das Zentrum des Wappenschildes bildet eine Tanne, die den Waldreichtum der Stadt und ihrer Umgebung verkörpert.
Um das { legt sich Farnkraut als Symbol für die Flussaue , auf der Lauter einst entstand .
Das Blattwerk rechts und links des Nadelbaumfußes charakterisiert die Früchte und Heilkräuter des Waldes.
KE:BasisWurzel werkKE-lex:werk |
Konstruktionselemente (KE) Kern Weitere Konstruktionselemente (KE)
| Basis | |
Das Kern-KE KE:BasisBasis wird stets durch Substantive realisiert, die Gegenstände bezeichnen. „Als Basis werden bevorzugt Bezeichnungen von Pflanzen und Pflanzenteilen [...] und von Stoffen (Leder-, Pelz-, Zuckerwerk) benutzt, die nicht unmittelbar auf menschliche Tätigkeit Bezug nehmen“ (Fleischer/Barz 2012: 230). Daneben können auch Artefakte wie Schuh, Mauer und Dach als KE:BasisBasen vorkommen (vgl. Motsch 1999: 419). Personen- und Tierbezeichnungen werden dagegen nicht benutzt (vgl. Fleischer/Barz 2012: 230). Evoziert die folgenden Frames: Beispiel: Die Kavallerie bewachte ihn auf der rechten und die Infanterie auf der linken Seite.
Die durch { versteckten Österreicher ließen die Vorhut und etwa 100 Wagen passieren .
Danach griff General Siskowitz die Wagen von der linken Seite an.
KE:BasisBusch werkKE-lex:werk Phalerae dienten außerdem zum Schmuck von Geschirren für Pferde.
Die ungerade Zahl wurde am Körper durch ein { zusammengehalten , breite Gurte , die um den Oberkörper liefen .
Wurden sie als Halsschmuck getragen, konnten an den Metallbuckeln noch andere Schmuckstücke, wie zum Beispiel Halbmonde oder Glöckchen, hängen.
KE:BasisRiemen werkKE-lex:werk Typische Realisierungen: N | |
| Kern-KE-Sets | |
|---|---|
Basis | |
Konstruktionselemente (KE) Nicht-Kern
Konstruktionselemente (KE) Korrelierende Elemente (KorE) exemplarisch