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"FrameNet & Konstruktikon des Deutschen"

  • [L]inguistic semanticists, like the philosophers and psychologists whose work they were echoing, have found it relevant to ask, not What do I need to know in order to use this form appropriately and to understand other people when they use it?, but rather, What is the meaning of this form? […] It is apparent that the wrong question has been asked.
  • ~ Fillmore 1971: 274

Das Projekt „FrameNet & Konstruktikon des Deutschen“

Das Projekt „FrameNet & Konstruktikon des Deutschen“ erforscht und dokumentiert zusammenhängende Form-Bedeutungsstrukturen der deutschen Gegenwartssprache im Kontinuum zwischen Lexikon und Grammatik. Es umfasst zwei Repositorien:

Das Projekt möchte dazu beitragen, den großen Reichtum lexikalisch und grammatisch kodierter Konzepte möglichst umfassend zu erschließen. Zugleich soll sichergestellt werden, dass die erzielten Erkenntnisse für weitere Forschungszwecke zur Verfügung stehen, sei es für linguistische Studien im engeren Sinne, für (fremdsprachen-)didaktische Verwendungsinteressen oder für Möglichkeiten der maschinellen Sprachverarbeitung.

Das Projekt basiert auf grundlegenden Erkenntnissen der Frame-Semantik und der gebrauchsbasierten Konstruktionsgrammatik, allem voran der Annahme eines Lexikon-Grammatik-Kontinuums, in dem sprachliche Kategorien und Strukturen einheitlich als Form-Bedeutungspaare repräsentiert sind. In methodischer Hinsicht verbindet das Projekt lexikographische und konstruktikographische Verfahren der korpusbasierten Analyse authentischer Sprachbelege mit einer intelligenten computationellen Infrastruktur und einem modernen Datenmanagement-System.

Das übergeordnete Ziel besteht darin,

  • mithilfe von semantischen Frames den Grundwortschatz des Deutschen, insbesondere lexikalische Valenzträger und feste Mehrworteinheiten, zu erfassen und die ermittelten Bedeutungsstrukturen in einem FrameNet-Repositorium zu dokumentieren
  • grammatische Konstruktionen des Deutschen und Familien, in denen diese organisiert sind, zu identifizieren und zu analysieren, um die erzielten Ergebnisse in einem Konstruktikon in strukturierter Form verfügbar zu machen.