strong overlay

Ausrichtung & Zielsetzungen

Das übergeordnete langfristige Ziel des Projektes „Konstruktikon des Deutschen“ besteht darin, kriteriengeleitet eine möglichst repräsentative Menge an grammatischen Konstruktionen des Deutschen zu identifizieren und einheitlich zu beschreiben. Es gilt, das grammatische (Hintergrund-)Wissen zu dokumentieren, das es ermöglicht, eine Konstruktion angemessen verwenden und verstehen zu können. Neben semantischen, pragmatischen, diskursfunktionalen und syntaktischen Angaben umfasst die Beschreibung einer Konstruktion auch Informationen über Beziehungen zu anderen Konstruktionen (ConstructionGrapher).

Das Konstruktikon umfasst aktuell eine Auswahl an Konstruktionsfamilien – so z.B. die Familie der Exklamativ-Konstruktionen (Was für ein schöner Tag!, So ein niedlicher Hund! etc.), der negationsinduzierenden Konnektoren (geschweige denn, weder…noch etc.), Reduplikationen mit Präposition (Tag für Tag, Auto neben Auto etc.) – sowie eine Reihe an einzelnen Konstruktionen.

Das Konstruktikon wird ständig erweitert. Aktuell werden insbesondere Paralleleinträge zu Konstruktionen erarbeitet, die im Berkeleyer FrameNet Constructicon und im Brasilianischen Konstruktikon bereits erfasst sind. Dies ermöglicht, kontrastiv-vergleichende Analysen schon zu einem frühen Zeitpunkt durchzuführen.